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Axel Zwingenberger meets Lila Ammons

Zwingenberger und Ammons – diese beiden Namen wirken wie elektrisierend in der Boogie Woogie und Blues-Welt. Nun haben sich die Enkelin des großen Pianisten Albert Ammons, die Sängerin Lila und der Pianist Axel Zwingenberger, sein legitimer musikalischer Nachfolger, zusammengefunden um das Publikum mit einfühlsamen Blues und wilden Boogies anzurühren. Nicht das wohlbekannte Repertoire der üblichen Blues-Sessions interessiert die beiden, sondern Kleinode aus dem weiten Feld des frühen Blues, die heute im Nebel des Vergessens zu verschwinden drohen. Respektvoll kreieren sie eigene Interpretationen und präsentieren sie ohne Schnickschnack pur – Piano & Vocals. Hier treffen sich zwei Solisten lustvoll zum gemeinsamen Konzert!

Der Zuhörer erlebt im Konzert Axel Zwingenberger solo am Piano wie gewohnt und Konzertteile mit Lilas Gesang im Stile der großen „klassischen“ Bluessängerinnen.

Lila Ammons

Legendär und für Musikinteressierte faszinierend ist ihre Herkunft: Sie ist die Enkelin des charismatischen Boogie Woogie-Pianisten Albert Ammons und die Nichte des Tenorsax-Giganten Gene Ammons aus Chicago. Bereits als 3-jährige begann sie zu singen und Klavier zu spielen und widmete sich später dem Studium des Klavier- und Violinspiels. Als erfolgreiche Opernsängerin war sie jahrelang auf amerikanischen und europäischen Bühnen zu bewundern. Vor achtzehn Jahren fand sie zufällig in einem Antiquariat in New York das Buch von John Hammond, dem großen Jazzpromoter, der ihren Großvater zusammen mit den anderen Großmeistern des Boogie Woogie, Pete Johnson und Meade Lux Lewis und dem Bluesshouter Big Joe Turner, zum legendären „Spirituals to Swing“-Konzert 1938 in die Carnegie Hall in New York einlud. Es markierte für sie den Beginn des Kennenlernens ihrer Herkunft und einer für sie bis dahin im Dunkeln liegenden Musikwelt. Sie kehrte von New York nach Minnaepolis zurück, wandte sich schrittweise dem Jazz und Blues zu und ersang sich mit ihren exzellenten Gesangsfähigkeiten seit einigen Jahren großen Respekt. Axel Zwingenbergers Initiative ist es zu verdanken, dass sich Lila des hundertsten Geburtstages ihres Großvaters bewußt wurde, und so entstand die begeistert aufgenommene Idee zu seinen Feierlichkeiten, die sie 2007 organisierte. Für Lila hat sich die Welt des Jazz und Blues eröffnet, an welcher sie teilnimmt und dadurch die Möglichkeit erhält, das herausragende Erbe ihres Großvaters würdevoll zu vertreten.

Axel Zwingenberger

Ein Garant für großartigen, rollenden Boogie Woogie ist der Pianist Axel Zwingenberger aus Hamburg. Axel zählt heute zu den versiertesten und brilliantesten Vertretern dieser Musikform weltweit. Seine Zusammenarbeit mit amerikanischen Starmusikern wie Lionel Hampton, Big Joe Turner, Lloyd Glenn, Sippie Wallace, Jay Mc Shann formten Axels persönlichen Stil und festigten seine internationale Reputation. Sie sind auch wertvolle Zeugnisse der Begegnung von Schwarz und Weiß, Jung und Alt, Erfahrung und Begeisterung. In seiner langen und bemerkenswerten Karriere kann Axel auf eine beachtliche Leistung zurückblicken: Auftritte in über 50 Ländern auf vier Kontinenten, 28 CDs unter eigenem Namen veröffentlicht, über 350 aufgenommene Songs, ein Notenbuch mit authentischen Transkriptionen seiner Werke, Platten- und Filmaufnahmen und Konzerte mit den Rolling–Stones-Musikern Charlie Watts und Bill Wyman. Außerdem ist er ist der Autor und Fotograf des einmaligen Fotobandes „Vom Zauber der Züge“ über Dampfeisenbahnen.